Diese Seite dient zur allgemeinen Informationen über das neurolinguistische Programmieren, kurz NLP genannt.

Was ist unter neurolinguistischem Programmieren zu verstehen?

Neuro: Der Begiff „Neuro“ bezieht sich auf das menschliche Nervensystem und in Verbindung damit  auf die gesamte sinnliche Wahrnehmung: Sehen = visuelle Wahrnehmung, Hören = auditive Wahrnehmung, Fühlen = kinästhetische Wahrnehmung, Riechen= olfaktorische Wahrnehmung und Schmecken = gustatorische Wahrnehmung, sowie die Fähigkeit des Erinnerns und des Phantasierens. Entsprechend haben in NLP-Trainings Techniken zur differenzierten Wahrnehmung äusserer und innerer Phänomene und Prozesse sowie deren neuronale Verarbeitung durch das Denken einen hohen Stellenwert.

Linguistisch: Der Begiff „linguistisch“ umfasst alle Ausdrucksformen, die zwischenmenschliche Botschaften übermitteln: den Sprachausdruck, über die Wörter selbst sowie auch die Tonalität, aber auch die nonverbalen Botschaften z.B. des Körpers, der Augen sowie auch das Symbolhafte. Der lösungsorientierte Umgang mit Sprache steht daher im Mittelpunkt aller NLP-Anwendungen.

Programmieren: Der Begiff des „Programmierens“ hat den Hintergrund, dass jeder Mensch in Laufe seines Lebens  bestimmte Verhaltensstrukuren, Verhaltensprogramme oder auch Rollenmuster entwickelt. Der Ausdruck des „Programmierens oder Umprogrammierens“ (aus dem Amerikanischen herrührend) hat bei manchen Betrachtern (siehe auch NLP-Kritik) die Assoziation zu Gehirnwäsche ausgelöst, was der Methode NLP zutiefst Unrecht tut.

Die Veränderung von Verhaltensmustern kann man auch ganz einfach mit „Verhaltenslernen“ übersetzen. Dies geschieht ganz automatisch durch das Leben selbst, leider nicht immer in optimaler Form. Manche Menschen bilden, auf Grund schwieriger Lebenserfahrungen, sehr dogmatische, limitierende und hinderliche Verhaltensweisen aus.

So kann es dazu kommen, dass Menschen im Laufe ihres Lebens beginnen, unter den eigenen Verhaltensmustern leiden. Eine Hilfe anzubieten ist der Grundgedanke des Coachings bezüglich allgemeiner Lebens- bzw. Berufsprobleme sowie auch der Psychotherapie, wenn Symptome wie z.B. Depressionen, Ängste das Leidensbild bestimmen.

In diesem Sinne Menschen lernen mit Hilfe der Methode NLP  sich von alten, hinderlichen mentalen Verhaltensprogrammen zu lösen und durch bessere Verhaltensprogramme ressourcen- und lösungsorientiert die Herausforderungen des Lebens zu meistern.

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Wie entstand die Methode?

Die Methode wurde von Richard Bandler (Mathematiker und Psychologe) sowie John Grinder (Professor für Linguistik) in den siebziger Jahren in Amerika aus gesprächs-, verhaltens-, hypnose- und körperorientierten Psychologie- und Psychotherapieansätzen heraus entwickelt.

Aus dem Wunsch nach besseren Problembewältigungsstrategien und der Suche nach tragfähigen Lebensperspektiven wurde in den USA in den 1970er Jahren eine neue Philosophie des Lernens und der Kommunikation geboren. John Grinder und Richard Bandler begaben sich auf den Weg, erfolgreiche Veränderer menschlichen Verhaltens kennenzulernen und herauszufinden, worin das Geheimnis ihrer Wirksamkeit besteht.

Diese Art, von erfolgreichen Menschen zu lernen nannten die beiden „Modellieren“. Eine Art, die auf Alfred Korzybski zurückgeht, der bereits 1933 in „Science and Sanity“ die philosophischen und linguistischen Grundprinzipien des heutigen NLP formulierte und 1941 den Begriff „Neurolinguistik“ prägte.

Erfolgreiche Psychotherapeuten (Virginia Satir als Familientherapeutin, Milton Erickson  alsHypnosetherapeut und Fritz Perls als Gestalttherapeut) dienten den Begründern als Ideenlieferer für das Konzept.

Auf dieser Grundlage erlebten, befragten und analysierten Grinder und Bandler nicht nur das äußere Verhalten ihrer Lehrmeister, sondern auch deren innere Vorstellungswelt, ihre Einstellungen und ihre Wahrnehmungen. Daraus extrahierten sie, was ihnen wesentlich erschien, und sie gaben ihrer Arbeit den Namen „Neurolinguistisches Programmieren“.

Die Methode entwickelt sich seit dieser Zeit ständig weiter durch die Anwendung im Bereich der Psychotherapie, der Pädagogik, der Wirtschaft, des Gesundheitswesens, der Gesellschaft und erweitert sich in Zusammenarbeit mit anderen verwandten Veränderungstechniken wie zum Beispiel Bioenergetik, Feldenkrais, Kinesiologie, Brain-Gym, Gestalt-, Gesprächs- und Verhaltenstherapie, Transaktionsanalyse, Systemische Familientherapie, Psychoanalyse, Hypnosetherapie, Focussing, Katathymes Bilderleben, Provokative Therapie.

Das neuro linguistische Programmieren hat das Ziel, ressourcen- und lösungsorientierte Interventionstechniken zur Verfügung zu stellen, um Menschen bei Veränderungsprozessen optimal unterstützen zu können. Weitere Infos unter Entwicklung des NLP.

Vom neuro-linguistischen Programmieren zur neuro-linguistischen Prozessarbeit

Aus den Ursprüngen entwickelte sich im Verlauf der letzten Jahrzehnte eine Anwendungsform, die sinngemäßer als Prozessarbeit denn Programmierung verstanden werden kann. Erweitert um vielfältige Techniken aus dem Bereich anderer psychologischer Methoden wie z.B. Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie sowie humanistischer Psychotherapieverfahren wurden Techniken integriert, die die Methode um ganzheitliche systemische Aspekte erweiterten.

Anwendung von NLP in Aus- und Weiterbildung

 Im Bereich von Kommunikationstrainings, Resilienztraings, Selbstbehauptungstrainings, Konfliktmanagement und Verhaltensmodellierung, basierend auf der Entwicklung von  ganzheitlichen Lösungsansätzen mit den Ziel langfristige ressourcenorientierte, tragfähige Verhaltensänderungen zu erreichen, wird die Methode in Aus- und Weiterbildungen z.B. von Trainern, Mediatoren, Supervisoren, Coaches und Psychotherapeuten weltweit eingesetzt.

NLP in der Psychotherapie

Neuro-Linguistische Psychotherapie wurde 1999 als eigenständige Psychotherapiemethode von der European Association of Psychotherapie für die Erlangung des Europäischen Zertifikates für Psychotherapie (ECP) anerkannt. Über diesen Weg erreichte die Neuro-Linguistische Psychotherapie die Kassenzulassung in Österreich, Italien und Rumänien.

Eine wesentliche Stärke der Methode ist ihre Vielseitigkeit in der Anwendung (methodenübergreifend) und praktische Ausrichtung (psychologischer Werkzeugkasten) hinsichtlich  Nutzung in vielen Berufs- und Lebensbereichen.  Man findet sie heute verstärkt in Bereichen von Führungstraining in der Wirtschaft, des Coachings, des Trainings, der Team- und Personalentwicklung, der Mediation genauso wie in der Sozialarbeit, der Pädagogik, der Medizin.

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